Wenn Kinder und Jugendliche trauern

„Erwachsene waten durch einen Trauerfluss, Kinder hüpfen stattdessen in Trauerpfützen!“ Eine wunderschöne Metapher von Trauerbegleiterin Mag.a Gertrud Larcher, die Kinder und Jugendliche in Phasen der Trauer begleitet und ihr fachkundiges Wissen sowie ihre mitreißenden, emotionalen Erzählungen anhand von Praxisbeispiel an die zahlreichen interessierten Teilnehmer*innen im Tagungshaus weiter gab. Sie benannte die Trauer als gesunde, lebensnotwendige und kreative Reaktion auf Verlust- und Trennungsereignisse und betonte die Wichtigkeit, Kinder nicht vom Trauerprozess fern zu halten, sondern der Trauer und dem Schmerz Platz zu geben und gemeinsam Antworten zu finden und Lösungen zu suchen. Ebenso wichtig sind zudem trauerfreie Zonen, in denen miteinander gelacht wird und auch die Fröhlichkeit der jungen Menschen nicht verloren geht, denn für die Psyche des Kindes ist es essentiell, dass sie aus den Trauerpfützen jederzeit heraushüpfen können.

Text und Fotos: Tagungshaus